Eine belastbare CO₂-Bilanz braucht einen klaren Umfang, geeignete Daten und passende Emissionsfaktoren. Das GHG Protocol unterscheidet direkte Emissionen und verschiedene indirekte Emissionen. Brevius hilft bei der Datenarbeit und Berechnung; die Aussagekraft Ihrer Ergebnisse hängt von Abdeckung, Zuordnungen und Berechnungsgrundlagen ab.
Zuerst den Bilanzumfang festlegen.
Bestimmen Sie den Berichtszeitraum und welche Unternehmensteile, Standorte und Tätigkeiten zur Bilanz gehören. Ordnen Sie anschließend die relevanten Emissionsquellen ein. Damit vermeiden Sie, dieselbe Aktivität mehrfach zu berücksichtigen oder wichtige Bereiche unbeabsichtigt auszulassen.
- Scope 1: direkte Emissionen aus eigenen oder kontrollierten Quellen, etwa der Verbrennung in Heizungen oder Fahrzeugen.
- Scope 2: indirekte Emissionen aus der Erzeugung eingekaufter Energie wie Strom, Wärme, Dampf oder Kälte.
- Scope 3: weitere indirekte Emissionen entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, etwa aus eingekauften Materialien, Transporten oder Abfall.
Aktivitätsdaten mit geeigneten Faktoren verbinden.
Beginnen Sie mit vorhandenen Belegen, Tabellen und Systemexporten. Brevius unterstützt das Auslesen und Zusammenführen der Daten. Prüfen Sie Mengen, Einheiten, Zeiträume und Zuordnungen, bevor Sie Ergebnisse interpretieren. Für die Berechnung müssen Emissionsfaktoren zur Aktivität und zur gewählten Methode passen.
Geografie und zeitlicher Bezug sind bei der Auswahl der Berechnungsgrundlagen relevant. Bei eingekauftem Strom können sich standortbasierte und marktbasierte Ergebnisse unterscheiden. Halten Sie fest, welche Betrachtung Sie verwenden, und vergleichen Sie Ergebnisse auf einer nachvollziehbaren Grundlage. Eine Rechnung allein liefert nicht automatisch alle benötigten Angaben.
Aus der Bilanz nächste Schritte ableiten.
In den Auswertungen betrachten Sie Emissionen gemeinsam mit Verbrauch, Produktion oder Fahrzeugdaten. Vergleichen Sie Zeiträume und Standorte und prüfen Sie auffällige Änderungen an der Datenbasis. Ist der Energieeinsatz gesunken, hat sich die Produktionsmenge verändert oder wurde eine andere Berechnungsgrundlage verwendet?
Kennzahlen lassen sich für Nachhaltigkeitsberichte und interne Auswertungen nutzen. KI-Textentwürfe unterstützen die Beschreibung von Veränderungen; Ihr Team prüft Erklärungen und ergänzt betrieblichen Kontext. Mit dieser Grundlage können Sie Maßnahmen begründen und spätere Entwicklungen erneut bewerten.
Ihre Fragen, konkret beantwortet.
Erfasst Brevius automatisch die gesamte Lieferkette?
Nein. Die Lieferkette entspricht im GHG Protocol Scope 3; welche Bereiche davon ausgewertet werden können, hängt von verfügbaren Aktivitätsdaten, Zuordnungen und Faktoren ab. In der Demo besprechen wir Ihre Quellen und die benötigte Abdeckung.
Kann ich mit unvollständigen Daten anfangen?
Ja. Beginnen Sie mit vorhandenen Daten und ergänzen Sie fehlende Bereiche gezielt. Die Ergebnisse beschreiben zunächst den erfassten Umfang; eine teilweise Auswertung sollte nicht als vollständige Unternehmensbilanz bezeichnet werden.
Hintergrund zum Standard: GHG Protocol: Grundlagen der Unternehmensbilanzierung